Montag, 10. April 2017

Is it true that...? #5

Interview Marie
Was weiß deine Gastfamilie über Deutschland?
Mein Host Abby erzählte mir, dass die Amerikaner, die Deutsch als Sprache erlernen, weniger die Sprache an sich erlernen, sondern mehr über die Kultur (z.B. Architektur) sprechen. Amerikaner, die Deutsch nicht als Schulfach hätten, wüssten nicht so viel bis gar nichts über Deutschland (z.B. über das deutsche Schulsystem)
Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika?
Alles hat Übergröße. Außerdem sind das Schulsystem, die Politik und die Regierung und vorallem die Toilettenspülung ganz anders. Hinzu kommt, dass ich gemerkt habe, dass alles gesüßt ist und folglich auch ungesünder ist.
Was sind typische Klischees?
Ich dachte, es gibt einen großen Unterschied zwischen dicken und dünnen Amerikanern. Auch das typische Klassendenken mit der Schulzicke, dem Klassenclown, dem Sportler usw. sind klassische Klischees.
Ich dachte, der Bildungsstand ist nicht so hoch aufgrund des Schulsystems. Häufige Klischees uns gegenüber sind, dass wir nicht so gesprächig seien, viel Bier trinken würden, gesund Leben und generell strenger sind.
Was sagen die Amerikaner über Amerika?
Mein Host Abby hat mir erzählt, Amerikaner seien sehr laut, lachen viel und seinen sehr offen gegenüber anderen Menschen. Andererseits seien sie auch teilweise unverschämt in Bezug auf Höflichkeitsformen, können arrogant sein und sind teilweise nicht besonders begeistert vom Schulsystem, da der Bildungsstand niedriger ist als der in anderen Ländern.
Wie siehst du dich selbst in der Amerikanischen Kultur?
Es war am Anfang ungewohnt sich an den starken Patriotismus zu gewöhnen. Außerdem ist die Essenskultur für mich ab und zu sehr lecker, aber ich könnte nicht langfristig nur überwiegend Fast Food essen.
Wie hat sich durch den Austausch dein Blick auf die Deutsche Kultur verändert?
Durch den Austausch habe ich gelernt, dass deutsche Bildungssystem erst richtig wertzuschätzen, da wir wesentlich mehr für unseren Bildungsstand tun, wie es in Amerika nicht ganz der Fall ist. Trotzdem bin ich sehr von den Sportaktivitäten und Theateraktivitäten in Amerika begeistert. Auch, was für Material und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, ist in Deutschland gar nicht denkbar. Das finde ich sehr schade, weshalb ich hoffe, dass sich Deutschland daran orientiert. Außerdem sollten die Deutschen genauso stolz auf ihre Schule sein und es sollte eine Verbindung zwischen den Deutschen entstehen. Amerika sollte ein Vorbild für Deutschland sein in Bezug auf den Nationalstolz. Erst jetzt schätze ich auch Körnerbrot, gesunde Sachen und den Umweltschutz angemessen wert.
- Marie

Sonntag, 9. April 2017

Badlands und unsere Hütten

Heute Morgen war frühes Aufstehen angesagt, da unser Trip zu den Black Hills  um 6 Uhr losgehen sollte. Doch wegen einigen Verspätungen starteten wir dann erst eine halbe Stunde später.
Nach drei Stunden machten wir unsere erste Rast in Chamberlain, wo wir noch Joni und Jane-Ni einsammelten. Danach ging es für uns in den Badlands Nationalpark, wo wir ein Picknick und einige Fotos bei mehreren Zwischenstopps gemacht haben.
Danach gings auf direktem Weg zu den Cabins, wo wir die nächsten zwei Tage schlafen werden. Allerdings sind wir dort in einer neuen Zeitzone,  sodass der Zeitunterschied zu Deutschland nun schon 8 Stunden beträgt. In den (Riesen-)Hütten angekommen, wurde zuerst ausgepackt, Zimmer verteilt und anschließend gegessen. Heute gab es Burger und ganz viel Obst und Gemüse, damit der Vitaminhaushalt nach einer Woche endlich mal wieder aufgefüllt werden konnte.
Um das Essen wieder abzutrainieren, ging es danach noch eine Runde auf Erkundungstour und danach in die Cabins um den Abend ruhig ausklingen zu lassen.
- Lea und Melissa

Black Hills

Wir sind gut in den wunderbaren Hütten in den Black Hills angekommen und alle sind total begeistert!
Mehr gibt's dann mit dem Tagesbericht von den Schülern sobald genug Internet für den Upload aller Bilder und Eindrücke vorhanden ist.

Is it true that...? #4

Interview Kathrina

Was weiß deine Gastfamilie über Deutschland?
Mein Host Tyler war ja schon einmal in Deutschland. Er war ziemlich überrascht als er gesehen hat, dass Deutschland nicht nur aus Oktoberfest mit Brezeln und Bier besteht.

Was sind deiner Meinung nach die grössten Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika?
Mir ist als erstes aufgefallen, dass Amerikaner viel offener sind. Außerdem ist die Landschaft karger und ausgetrockneter. Zumindest hier in Vermillion gibt es im Vergleich zu uns auch keine Hochhäuser. Im Vergleich zu deutschem Essen ist hier auch alles entweder frittiert, mit Käse oder gesüßt.

Was sind typische Klischees?
Ich habe am Anfang gedacht, dass Amerikaner nur Fast Food essen und sich nicht gesund ernähren. 

Was sagen die Amerikaner über Amerika?
Die meisten Amerikaner haben, wie ich es mitbekommen habe, einen starken Patriotismus. Aber nicht alle finden alles in Amerika gut und wünschen sich Veränderung. Generell ist die USA sehr zwiegespalten was die politischen Positionen angeht. Durch das zwei Parteien System herrscht eine sehr große Kluft zwischen Demokraten und Republikanern.

Wie siehst du dich selbst in der Amerikanischen Kultur?
Im Vergleich zu den Amerikanern leben wir Deutschen echt gesund.

Wie hat sich durch den Austausch dein Blick auf die deutsche Kultur verändert?
Ich bin froh, dass es Regeln gibt, die in Deutschland zum Beispiel viele Lebensmittelzutaten beschränken. Auch Genmanipulation oder zum Beispiel maximaler Zuckeranteil sind bei uns geregelt. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird hier nicht wirklich groß geschrieben. Umso wichtiger finde ich es, dass Deutschland da stark drauf achtet. Ich habe gelernt, viele bürokratische Hürden schätzen zu lernen.

- Kathrina 

Roadtrip

Der frühe Vogel fängt auch in Amerika den Wurm und so haben wir uns bereits um 6 Uhr heute früh auf den Weg in die Black Hills gemacht. Na gut, 06:30 Uhr nachdem wir zwei Schlafmützen mit dem Bus zu Hause eingesammelt haben.

Nun geht es im Reisebus einmal quer durch den Bundesstaat, circa 660 km westlich, gefühlt nur eine Straße geradeaus. Der erste Zwischenstopp ist nach circa 3 Stunden Fahrt geplant und zwar am Missiouri River, der mittig von South Dakota den Bundesstaat sozusagen in zwei Hälften teilt.

Samstag, 8. April 2017

Sport, Native Americans, Sommer

Einige Amerikaner und ihre Austauschschülerinnen starteten den Tag schon um 6 Uhr um rechtzeitig in Aberdeen zu sein, wo heute ein Showchoir-Wettbewerb statt fand.
Um 11 ging der Tag dann für uns andere erst richtig los: das Football Training der Tanagers of South Dakota.
Melissa, Thalina, Kasey und wir wollten uns das Training ansehen.
Das war mal eine andere Erfahrung im Gegensatz zum deutschen Sport. 
Es war interessant zu sehen, wie das Training bei Football Spielern so abläuft. Erst einzelnes Training der Offens und der Defense, danach haben beide gegeneinander gespielt. Das Spiel ging weiter, aber uns zog es zum Bookstore/Fanshop der Universität. Keiner konnte einem Pulli wiederstehen. Eilig ging es zurück zum Dome, wo das Football Team noch für Fotos zur Verfügung stand.
Danach ging es noch rüber zur Basketball Halle, wo ein Indianertanz (Powwow) stattgefunden hat. War jetzt nicht so unsere Sache, deswegen flüchteten wir zum Strand. 
Bei sonnigen warmen Wetter (25°C in der Sonne!) spielten wir Volleyball und genossen den letzten warmen Tag, bevor es morgen in die eisigen Black Hills geht.
Den Abend haben wir dann bei Austin mit einem Barbecue ausklingen lassen. 
- Sonja und Hendrik

Is it true that...? #3

Interview Joni

Is it true that...?


...die Amis mit 14 Auto fahren, aber bis 21 keinen Alkohol trinken?
Ja, es ist schon manchmal komisch, wenn man von jemandem gefahren wird, der jünger als man selbst ist. Dann ist man schon froh, dass der Verkehr hier geringer, beziehungsweise die Straßen breiter sind. Beim Thema Alkohol sind die Gasteltern immer sehr überrascht zu hören, dass wir eigentlich alle schon trinken dürfen.

...die meisten Amerikaner übergewichtig sind?
Nein.

...jeder Waffen zu Hause hat?
Meine Familie hat eine Hunting-Ranch, auf der es viele Waffen gibt. Man sieht auch sonst in vielen Häusern Waffen oder Waffenschränke.

Welches Bild hast du von Deutschland und der deutschen Kultur?
Es gibt für mich keine einheitliche deutsche Kultur, da es viele verschiedene Menschen mit verschiedenen Herkünften gibt und alle tragen etwas zur deutschen Kultur bei.

Welche Vorurteile beziehungsweise welches Bild hattest du von Amerika?
Man hört meistens nur etwas von den Küsten und das Bild, was man von Amerika hat, ist entweder ein Strand in Kalifornien oder der Big Apple. Hier sehe ich, dass die USA viele verschiedene Seiten hat, die man niemals in einem Satz beschreiben könnte.

Was sind die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika?
Zuerst einmal etwas über das Essen: Hier ist vom Geschmack her alles extrem, entweder extrem salzig oder extrem süß oder extrem chlorig. Die Freizeitgestaltung der Leute hier ist anders, bei Langeweile fährt  man einfach mit dem Auto herum und geht zu Walmart.

Welche Aspekte der amerikanischen Kultur findest du gut und möchtest du zu Hause übernehmen?
Wir lieben hier alle die Fruehstückspizza, die müssen wir zu Hause unbedingt mal machen. Außerdem ist das Schüler-Lehrer-Verhältnis total cool.

Welche Aspekte der amerikanischen Kultur findest du nicht gut und möchtest du auf keinen Fall übernehmen?
Der Umweltschutz hier ist eine Katastrophe, es gibt keine Mülltrennung und fünf Leute fahren schonmal mit vier Autos zum selben Ort.

Wie verändert sich durch den Austausch dein Blick auf Deutschland und die deutsche Kultur?
Ich freue mich darauf, wieder Fahrrad zu fahren und habe auch einen anderen Blick auf gesundes Essen bekommen. Außerdem kann ich die deutsche Schule und den Unterricht mehr wertschätzen.

Interview Jane Ni (Gastschwester von Joni)

Is it true that...?


...the Germans are unfriendly?
That's hard to say because I haven't been in Germany yet.

...the Germans are always in time and super punctual?
My dad said yes but I wouldn't say that.

...the Germans have no sense of humor?
No, they can be pretty funny.

... the German language sounds unfriendly and hard?
No, it sounds normal. I just don't understand.

How do you see the American culture?
There are some laws I like and some I don't like and I think the Americans are open especially in business areas. That's sometimes nice and sometimes too much.

- Joni

Freitag, 7. April 2017

Halbzeit...

Freitagabend: Halbzeit... Aber da wollen wir garnicht drüber nachdenken! 
Heute morgen haben wir wie immer an unseren Interviews und Präsentationen gearbeitet. Wir konnten der pep band beim Spielen und Tanzen des Schulsongs zusehen und haben eine Idee davon bekommen, wie es hier bei einem Footballspiel aussehen muss. Der Wahnsinn!!! 
Im Composition Unterricht war das Thema Propaganda und wir sollten eigene Werbeanzeigen entwickeln. Dabei kam es zu interessanten Gesprächen über die amerikanische Politik. Dann haben wir die baking competition international veranstaltet und mit Kaiserschmarrn und improvisiertem Schoko-Pudding Kuchen geglänzt. Auch wenn der erste Platz an ein sehr amerikanisches Marshmallow-Dessert ging. In der folgenden Handballstunde mit den Profi-Coaches Drix (Hendrik) und Johannes hatten wieder viele Amerikaner Spaß am Handball. Für diesen Unterricht wurde extra der erste Handball für eine amerikanische Highschool gekauft und profimäßig von den Coaches signiert. Nach der Schule gab es Zeit für ein bisschen Sport und Basketball, sowie eine Runde amerikanisches Werwolf.
Jetzt sind wir auf der Geburtstagsparty von Tyler Hauck und kriegen fantastisches pulled-pork serviert. Zumindest sagen das die Nicht-Vegetarier.
Jetzt genießen wir noch den Abend und freuen uns auf ein super Wochenende.
Interessant ist vielleicht noch, dass wahrscheinlich ganz Deutschland in Aufruhr aufgrund Trumps Aktivitäten ist, wir hier in Amerika aber kaum etwas davon mitkriegen. Wir genießen einfach unsere Zeit.
- Joni und Thalina

Donnerstag, 6. April 2017

Sportlicher Schulalltag

Heute war ein recht natürlicher Tag. Wir waren wie gewohnt in der Highschool und haben an dem Unterricht teilgenommen. Dann mussten Jana und ich noch unser Referat über 'Deutsche Musik' halten, das sehr beliebt bei den Amerikanern war. Unsere Musik wird hier anscheinend geliebt. Danach gab es noch ein Leichtathletikturnier bei dem viele Deutsche waren und am Ende war ich noch in einer kleiner Gruppe aus 3 Deutschen und mehreren Amerikaner bei jemandem Zuhause und wir haben Spiele gespielt.
- Nora

Is it true that...? #2

Bereits in den ersten Tagen seit unserer Ankunft wurden wir mit vielen ersten Eindrücken überflutet. Es gibt dann doch mehr Unterschiede in der Kultur und Lebensweise als gedacht. Als wir den Flughafen verlassen haben, ist bereits die Toilettenspülung aufgefallen, die ''irgendwie anders'' ist. Aber auch der 24 Stunden am Tag geöffnete Walmart und die vielfältige Auswahl dort, lässt uns nur staunen. Alles gibt es dort in XXXL und die meisten Lebensmittel sehen auch sehr künstlich aus, also vollgepumpt mit Farbstoffen, Zucker und Fett. Respekt an alle, die es hier noch schaffen, dünn zu bleiben. Und auch das geliebte Sprudelwasser der Deutschen ist in Amerika leider nur sehr schwer zu finden. Also müssen wir uns noch 9 Tage mit dem gechlorten Wasser hier zufrieden geben, das uns ''leider'' sehr erschwert uns gesund zu ernähren. Doch nicht nur die Essensverpackungen gibt es ausschließlich in XXXL, sondern auch die Autos hier. Die Straßen sind hier auch extrem breit für die Riesenautos. Und falls gerade ein Amerikaner diesen Blogeintrag liest: ,,BITTE schließt doch eure Autos und Häuser ab.'' Jedes Auto und Haus steht hier einfach offen.
Am Ende jeden Tages legt man sich dann hier ins Bett, aber nicht in irgendein Bett, in das gemütlichste Bett aller Zeiten und wird von der Herzlichkeit der Amerikaner gewärmt.

- Nora und Jana