Freitag, 14. April 2017

Das war's...

Das war es, die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen. Wir sind durch die Sicherheitskontrolle und sitzen am Gate - nach langen, emotionalen Verabschiedungen. Was eine Zeit hier in Vermillion!

Nun warten wir auf den ersten Flug nach Minneapolis, der in einer Stunde starten soll. Dort erwartet uns dann ein längerer Aufenthalt von 5 Stunden.

Tschüss Vermillion

Los geht es mit mehreren Autos von der High School nach Sioux Falls zum Flughafen. Es heißt also "Goodbye Vermillion" - die restlichen Verabschiedungen folgen dann am Flughafen...

Flugdaten

Nun bricht für uns der Tag der Abreise an und wir müssen Vermillion nach dem letzten Koffercheck und Frühstück in der Familie um 09:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr deutscher Zeit) von der High School aus verlassen.
Damit alle, die sich im noch fernen Deutschland auf unsere Ankunft freuen, wieder einen guten Überblick haben, gibt es hier die Flugdaten als Übersicht:

Donnerstag, 13. April 2017

Der letzte Tag

Heute trafen wir uns um die gewohnte Uhrzeit im Choir Room (dem Raum, in dem wir uns morgens immer getroffen haben), wo uns sehr leckere Zebra Doughnuts erwartet haben. Anschließend bin ich mit Simon, Johannes und Joni in die Middle School gefahren, wo wir 3 neugierigen Klassen, dessen Lehrerin Melissas Gastmutter ist, Fragen beantwortet haben und ihnen Deutschland näher gebracht haben. Danach gingen wir nach Downtown ins Café Brulé, wo wir Cappuccino und Smoothies getrunken haben.
Um 11:45 ging es dann in die Jolly Elementary School, in der wir von Simons Gastmutter empfangen wurden und vor eine sehr großen Gruppe von 2. Klässlern geredet haben. Gefolgt von einer kleinen Führung durch die Grundschule von der Schulleiterin, ging es dann wieder in die High School, wo Frau Dibley mit den Schülern Ostereier gebastelt hat.
Um 2 Uhr ging es wieder in die Elementary School, in der wir diesmal von Maries Gastmutter empfangen wurden, und dann 2 Vorträge in Musikklassen gehabt haben.
Die besten Fragen waren: "Esst ihr mit Besteck oder mit Essstäbchen?", "Welche Kleidung tragt ihr normalerweise?"
- Annina
Nach dem Schulende um 15:30 gab es für uns die Gelegenheit, etwas im Tanangershop zu kaufen. Das ist hier der schuleigene Laden, indem man jede Art von Klamotte mit dem Highschool Maskottchen kaufen kann. Anschließend gab es noch Zeit bis 7 Uhr in den Gastfamilien und ich und meine Host Familie sind essen gefahren. Daraufhin ging es für die gesamte GAPP Gruppe in die Kirche, in der eine Abschiedsfeier für uns organisiert wurde. Es wurden reichlich Desserts serviert, die ausgesprochen lecker waren. Der deutsch-amerikanische Kuchen war hierbei der besondere Hingucker. Zwischenzeitlich wurde Musik gespielt von freiwilligen Schülern aus der Band und auch Austin hatte uns zum Abschied ein sehr schönes Klavier Stück gewidmet. Es wurden Abschiedsfotos geschossen und nach der Feier in der Kirche sind viele noch zu Tyler's Haus gefahren, um am Lagerfeuer zu sitzen, just dance zu spielen und den Tag einfach aufklingen zu lassen.
- Jana 

Is it true that...? #8

Interview Johannes (Chaperone/ Begleiter der Gruppe)
Was weiß deine Gastfamilie über Deutschland?
Cooper war ja auch schon mal in Deutschland. Er hat gesehen, dass es bei uns viel komplexere Städte, engere Straßen und generell eine größere Bevölkerung gibt. Besonders im Ruhrgebiet ist eine Stadt an die nächste Stadt gereiht (Urbanisierung). Ich habe das Gefühl, dass von der Familie ein Interesse an der europäischen Politik besteht und sie sich auch über europäische Politik informieren. Sie sind kritisch gegenüber Trump. Unser gesunder Lebensstil im Vergleich zu den teilweise ungenügenden Kochkünsten hier ist Cooper auch aufgefallen.
Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika?
Wenn man in den Supermarkt geht, findet man alles in Supersize. Das ist anfangs ziemlich befremdlich. Genauso wie genmanipuliertes Gemüse, das zum Teil auch Übergröße hat, und auch natürlich das gechlorte Wasser, das wir so nicht gewohnt sind. Amerikaner trinken viele süße Getränke wie zum Beispiel Limonade oder andere Soft Getränke. Auch die Sportkultur in Schulen und Colleges ist komplett anders als in Deutschland.
Was sind typische Klischees?
Ich hab mir Vermillion eher als ein wüstenartiges Land vorgestellt, das heiß ist und ein bisschen aussieht wie im Wilden Westen mit viel Landschaft. Den typischen Amerikaner habe ich als einfache Person abgestempelt, die es sich immer leicht machen will. Also überwiegend Fast Food und Tiefkühlkost. Das Klischee des Deutschen ist wohl, das wir einfach gesünder leben und kaum Fast Food Kultur haben. Deutsche werden oft als humorlos und kleinkariert betitelt.
Was sagen die Amerikaner über Amerika?
Cooper ist sehr stolz auf sein Land und versteht glaube ich nicht, warum die Deutschen das nicht sein können und warum wir nicht auch überall Flaggen haben.
Wie siehst du dich selbst in der Amerikanischen Kultur?
Man muss sich als Deutscher in der Kultur anpassen. Besonders beim Essen. Meine Familie bemüht sich sehr. Ich glaube aber, dass sie sich extra für mich so viel Mühe geben und daher so oft Kochen. Ich könnte mir zwar vorstellen, für einen gewissen Zeitraum hier zu leben, aber nicht für immer. Vorallem wegen der Essenskultur und der ständigen Ruhe in der Stadt.
Wie hat sich durch den Austausch dein Blick auf die Deutsche Kultur verändert?
Ich bin stolz Deutscher zu sein. Mich verwundert es, dass Lehrer in Amerika nur 3 Jahre Ausbildung am College benötigen.
- Johannes

Der letzte Tag beginnt

Nun ist es soweit und die 2 Wochen Abenteuer neigen sich dem Ende zu. Gerade beginnt der letzte Tag, noch einmal mit Schule für die Schüler und am Abend mit einer großen Abschiedsparty für alle! Es wird eine American Dessert Party, es wird also viel Frustessen geben für alle diejenigen, die eigentlich noch garnicht weg wollen...

Mittwoch, 12. April 2017

Letzte Aktivitäten

Nachdem wir gestern erst spät zurückgekommen waren, mussten wir heute wieder früh aufstehen, um erneut einen Schultag erleben zu dürfen. Zunächst einmal gingen Simon, Johannes und wir in die Middle School, um den Schülern all ihre Fragen über unseren Austausch und Deutschland etc. zu beantworten. Es war sehr interessant, was die Schüler für Fragen stellten und wir hatten großen Spaß daran. Danach hielt Herr Schneider eine Präsentation über den Holocaust. Doch damit nicht genug mit den Präsentationen für heute. Anschließend hielten auch Annina und wir eine Präsentation über das deutsche Fernsehen etc. in der Klasse von Mrs Dibley. In der nächsten Stunde stellten Thalina, Joni und Lea ihre Präsentation über das deutsche Schulsystem vor. Gerade diese Präsentation schien die Amerikaner sehr zu interessieren.
Nachdem einige nach der Schule zum Universitätsladen gegangen waren, um sich Souvenirs und Klamotten von Vermillion und der Uni zu kaufen, gingen alle in ihre Familien zurück und aßen zu Abend. Hendrik war sogar im laut der New York Times besten mexikanischen Restaurant der USA! Einige aus der Gruppe trafen sich um 7 in der Kirche, um am Lagerfeuer s'mores zu essen. S'mores ist ein geschmolzener Marshmallow mit Schokolade zwischen zwei keksartigen Crackern. Ein anderer Teil der Gruppe erkundigte noch einmal den Nachbarstaat Nebraska. Als später alle nach Hause gingen, packten die meisten ihre Koffer. Denn in weniger als 48 Stunden werden wir leider schon im Flugzeug auf dem Weg nach Hause sein.
- Kathrina und Marie

Is it true that...? #7

Interview Annina
Was weiß deine Gastfamilie über Deutschland?
Also in meiner Host Familie besteht große Unwissenheit in Bezug auf Deutschland.
Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika?
Die Toilettenspülung war am Anfang auch sehr befremdlich für mich. Genau so wie das gechlorte Wasser.
Was sind typische Klischees?
Ich dachte zunächst auch, die meisten Amerikaner seien dick und es gäbe diese verschiedenen Gruppierungen in der Schule. Auch die Tendenz zum Classic Rock und der Patriotismus der Amerikaner, vor allem die Amerikaflagge in den Klassen, waren Vorurteile von mir.
Was sagen die Amerikaner über Amerika?
Isabel, mein Host, ist gegen Trump. Hinzu kommt, dass sie das amerikanische politische System schlecht findet. Trumps politische Position vertritt sie selber nicht, weil er rassistisch ist. Das deutsche Schulsystem findet sie komisch, da es viele Pausen gibt, die Stunden sehr lang sind und die Lehrer sehr streng sind. Besonders lustig findet sie, dass es noch Kreidetafeln gibt.
Wie siehst du dich selbst in der Amerikanischen Kultur?
Ich bin sehr klein und sehr dünn. Das ist das komplette Gegenteil zu dem durchschnittlichen Amerikaner.
Wie hat sich durch den Austausch dein Blick auf die Deutsche Kultur verändert?
Ich vermisse deutsche Kartoffeln. Eigentlich mag ich sie nicht, aber Kartoffeln gibt es hier entweder frittiert oder mit Käse überbacken. Ich fühle mich außerdem viel sicherer in der englischen Sprache.
- Annina

Dienstag, 11. April 2017

Is it true that...? #6

Interview Melissa
Is it true that...?
...in Amerika alles in XXL vorhanden ist?
Ja, das ist es. Alleine schon der Supermarkt Walmart hier in Vermillion ist riesig. Man findet dort einen ganzen Gang alleine voll mit verschieden Chipssorten, was es in Deutschland eigentlich so nie gibt. Auch die Milch- und Saftkanister sind hier riesig im Gegensatz zu unseren kleinen Milchpackungen. Auch die Autos und Highways sind hier viel größer und breiter als in Deutschland. Zudem ist es erstaunlich, dass es hier eigentlich normal ist, dass jedes Familienmitglied sein eigenes Auto hat.
..alle Leute fett sind?
Nein. Klar gibt es hier einige dickere Leute, aber genauso gut gibt es hier auch viele Dünne. Das kommt wahrscheinlich von den vielen Sportangeboten, die in der Highschool angeboten werden. Hier wird der Sport nämlich sozusagen von der Schule unterstützt. Wir müssen uns im Gegensatz dazu noch einen zusätzlichen Verein in Deutschland suchen, wo wir Sport machen können, während hier alle in Schulteams aktiv sind.
...alle Amerikaner sehr offen und freundlich sind?
Auf jeden Fall!! Hier hat man sich direkt ab dem ersten Tag Zuhause und willkommen gefühlt und alle Amerikaner kamen auf einen zu und wollten sich mit einem unterhalten.
...alle Amerikaner eine Waffe Zuhause haben?
Nein, aber sehr viele. Manche Familien sogar nicht nur eine. So ist bei unserer Präsentation über Stereotypes herausgekommen, dass manche Familien sogar bis zu 42 Waffen besitzen.
Welche positiven amerikanischen Aspekte würde ich in Deutschland übernehmen wollen?
Das Schüler-Lehrer-Verhältnis.
Inwiefern hat sich mein Blick auf die deutsche Kultur verändert?
Mein Blick hat sich in dem Sinne verändert, dass ich unser gesundes Essen viel mehr wertschätze und wir außerdem eigentlich ein sehr gutes Schulsystem in Deutschland haben.
Interview mit Kasey (Gastschwester von Melissa):
What do you think about America?
I think it is a very interesting place with a lot of people who aren't that nice. I also think that we do some things better in America than in other countries.
What do you think about the Germans?
Well, I think they are very cool and really nice and I like to listen to people who are talking German although I do not understand anything except of some words. 
- Melissa

Spearfish Canyon und Deadwood

Der letzte Tag in den Black Hills begann bereits früh, da vor der Abfahrt um 8 Uhr noch die Taschen gepackt und die Cabins auf Vordermann gebracht werden mussten.
Mit allen Sachen an Board ging es dann noch auf einen Scenic Drive durch den Spearfish Canyon inklusive einem kleinen Stopp an einem Wasserfall. Danach blieb noch Zeit die alte Goldrausch Stadt Deadwood zu erkunden und ein Museum über diese Zeit zu besichtigen.

Nun geht es von Deadwood aus wieder in Richtung Vermillion, wo wir am Abend gegen 21/ 22 Uhr ankommen werden. Dort heißt es dann, die letzten Tage noch ganz besonders zu genießen!